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Horst Ihling:

DDR-Legende Wartburg

1. Auflage 2010

168 Seiten (davon 120 Schwarz-Weiß- und 48 Farbseiten), 509 großenteils bislang unveröffentlichte Fotos und Dokumente, darunter 122 in Farbe

Format Inhalt 22,5 x 27,5 cm, Hardcover

ISBN D, A, CH: 978-3-7688-5796-3 

DDR-Legende Wartburg

39,90€Price
  • ZUM BUCH

    Prototypen und Projekte, Erfolge und verpaßte Chancen, Planwirtschaft und Export

     

    Außerdem: Automobilbau in Thüringen seit 1896: Wartburg Frühzeit, Dixi, BMW, EMW, IFA, Wartburg ab 1955

     

    Automobile der Marke Wartburg gehören zu den legendären Produkten der ehemaligen DDR. Erstmals wurden unter diesem Label bereits ab 1898 Fahrzeuge produziert. BMW griff nach der Übernahme der DIXI-Werke 1928 die Typenbezeichnung für sein Modell „Wartburg Sport“ wieder auf. Zur „Massenmotorisierung“ der DDR trugen dann - neben dem Trabant aus Zwickau - von 1956 bis 1991 die Wartburg-Typen 311 und 353 aus Eisenach wesentlich bei; sie wurden millionenfach gebaut und haben zu Tausenden bis heute überlebt.

     

    Erfolgsautor Horst Ihling, einst jahrelang wissenschaftlicher Mitarbeiter des Technischen Direktors von AWE sowie Wartburg-Presse- und Rallyesportchef, legt nun ein überaus reich illustriertes Buch über die spannende Entwicklungsgeschichte des Automobilbaus in Thüringen vor, das zahllose Geheimentwicklungen, Prototypen, Sonderfahrzeuge und Spezialkonstruktionen aus über 90 Jahren ostdeutscher Autogeschichte zeigt. Interessant sind dabei nicht nur die Spezialitäten aus der Wartburg-Anfangszeit, sondern auch die „ostzonalen“ bzw. DDR-Fahrzeuge, die bis 1955 mit BMW-Vorkriegstechnik unter dem BMW-, später dem EMW-Logo erschienen.

     

    Schwerpunkt des Buchs ist die Zeit 1956 bis 1991, in der die DDR-Limousinen, Kombis und Cabriolets der populären Wartburg-Serien 311 und 353 gebaut wurden. Ihling beschränkt sich dabei nicht auf die Beschreibung seltener Sonderentwicklungen bis hin zu Wankel-, Viertakt- und Heckmotor-Prototypen, Jagdwagen für die „Bonzen“ und Militär-Fahrzeugen, sondern rechnet schonungslos mit den DDR-Apparatschiks ab, die durch Günstlingswirtschaft, Unfähigkeit und Fehlentscheidungen über Jahrzehnte hinweg eine wettbewerbsfähige Weiterentwicklung des Eisenacher Automobilbaus verhinderten. Die begabten Ingenieure verzweifelten regelrecht an dem Störfeuer, das regelmäßig aus Berlin kam.

     

    Erstmals berichtet ein kompetenter Autor, der 40 Jahre lang selbst für das System arbeitete, völlig unverblümt über die bislang geheimgehaltenen Fehlentwicklungen des DDR-Autobaus. Er gibt auch Einblicke in geheime und beschämende Export-Geschäfte der DDR, etwa mit dem faschistischen Peron-Regime in Argentinien.

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